Diese Fehler sollten Sie beim Zähne putzen vermeiden

Emmi Dent elektrische ZahnbürstenZähne putzen ist nicht gleich Zähne putzen – das lernen wir bereits in unserer Kindheit. Es reicht nicht, einfach nur „irgendwas“ auf die Zahnbürste zu schmiere und dann „irgendwie“ die Zähne zu putzen. Um wirklich richtig zu putzen, sollten Sie die richtige Technik anwenden und auf die häufigsten Fehler, die dabei gemacht werden, verzichten. Welche das sind, verraten wir Ihnen in diesem Ratgeber.

Die falsche Zahnbürste beim Putzen

Diese Fehler sollten Sie beim Zähne putzen vermeidenEiner der häufigsten Fehler beim Zähne putzen ist der Einsatz einer falschen Zahnbürste. Generell sollte eine Zahnbürste, die per Hand betrieben wird, weich sein. Sind die Borsten dagegen zu hart, können sie das Zahnfleisch schädigen.

Achten Sie außerdem darauf, dass Sie keine Zahnbürste verwenden, deren Material aus Tierhaaren (beispielsweise aus Schweineborsten) besteht.

Auch die Größe kann entscheidend sein, um mit einer normalen Zahnbürste richtig zu putzen. Wählen Sie die Größe abhängig Ihrer Mund-Größe. Bei Kindern sollten die Bürstenköpfe daher auch deutlich kleiner als bei Erwachsenen ausfallen.

Nicht regelmäßig putzen

Wer seine Zähne nur oft, manchmal, gelegentlich oder „mehr oder weniger regelmäßig“ putzt – putzt sie nicht richtig. Nur bei absoluter Regelmäßigkeit können Sie sichergehen, dass Ihre Zähne keine Schäden nehmen.

Mit Regelmäßig ist zudem nicht nur 1x pro Tag gemeint, sondern im Bestfall 3x. Die Realität zeigt allerdings, dass die meisten Menschen, wenn sie denn überhaupt regelmäßig putzen, auf 2x pro Tag – morgens und abends – kommen.

Tipp! Übrigens ist es im Umkehrschluss nicht sinnvoll, die Zähne zu oft zu putzen. Ganz im Gegenteil: Das kann sich sogar schädlich auswirken, genauso wie zu hartes Putzen. Wer 3x pro Tag putzt, dabei sanft und ausreichend lange putzt, profitiert am meisten.

Alter Empfehlung zum Zähneputzen
ab 6 Monaten bzw. ab dem ersten Zahn einmal täglich
ab 2 Jahren zweimal täglich
ab 6 Jahren bzw. ab dem ersten bleibenden Zahn zweimal, besser drei mal täglich

Nicht lange genug putzen

Nicht nur das regelmäßige Putzen wird oftmals nicht ganz so ernst genommen, sondern auch die Dauer. Wer einfach nur eine halbe Minute Zähne putzt (da mag die Technik noch so gut sein), profitiert langfristig leider nicht.

Das gesamte Putzen sollte im Bestfall immer mindestens zwei Minuten dauern, im Bestfall sogar mehr als drei Minuten. Auf diese Weise können Sie alle Bereiche der Zähne ausreichend intensiv putzen und Fluorid und Co. haben genügend Zeit, damit sich ihre Wirkung entfalten kann.

Falsche Bewegungen beim Putzen

Wer mit der richtigen Technik Zähne putzen möchte, sollte unbedingt auf das reine horizontale Putzen verzichten. Die Zahnbürste von links nach rechts zu ziehen ist keine gute Möglichkeit, um die Zähne und auch die Zwischenräume ausreichend zu reinigen. Selbst Verletzungen des Zahnfleisches können hierbei die Folge sein.

Besser ist es, wenn Sie den Kopf der Zahnbürste kreisförmig bewegen oder noch besser: in einem 45-Grad-Winkel am Zahnfleisch ansetzen. Putzen Sie nun mit kurzen Bewegungen vom Zahnfleisch zu den Zähnen – als Eselsbrücke von rot nach weiß.

Die richtigen Orte, die geputzt werden

Wer Zähne putzt, konzentriert sich dabei gerne nur auf die Stellen, die man auch sieht. Doch nicht nur bei diesen sichtbaren Stellen können sich Bakterien absetzen, sondern auch an Stellen, die etwas schwerer erreichbar und vielleicht auch gar nicht für Sie einsehbar sind.

Achten Sie daher darauf, dass Sie

  • auch die Kauflächen auf den Zähnen
  • die Innenseiten der Zähne
  • die Zungenoberfläche

gut reinigen. An all diesen Stellen setzen sich ebenfalls gerne Bakterien ab und es kann, wenn Sie die Stellen vergessen, schnell zu einer Mundgeruch-Bildung kommen.

Tipp! Gehören Sie auch zu den Menschen, die immer an der gleichen Stelle mit dem Putzen der Zähne beginnen? Es ist ganz normal, dass man zum Ende hin des Putzvorgangs etwas nachlässiger wird. Aus dem Grund ist speziell die Stelle, mit der Sie immer anfangen, am besten gepflegt. Variieren Sie die Stelle mit jedem Putzvorgang und starten Sie mal am rechten oberen Rand, mal vorne und mal links unten.

Reinigen Sie die Zahnbürste nach dem Putzen gründlich

Wenn Sie Ihre Zähne bereits regelmäßig, lange genug und auch gründlich putzen, dann steht den perfekten Zähnen eigentlich nichts mehr im Weg, oder? Es gibt allerdings eine Sache, die gerne vergessen wird.

Auch die Zahnbürste muss gereinigt werden. Wer sich nur darum kümmert, dass nach dem Zähne putzen die restliche Zahnpasta von der Zahnbürste verschwindet und die Bürste mal eben unter einen schnellen Strahl Wasser hält, der lässt oft viele Bakterien auf der Zahnbürste zurück.

Diese siedeln sich auf Ihrer Zahnbürste weiter an und beim nächsten Putzen gelangen sie ohne Umwege direkt in Ihren Mund. Besser ist es daher, die Zahnbürste gründlich und ausreichend zu reinigen, damit die Bakterien sich nicht länger absetzen. Achten Sie auch darauf, dass die Borsten nicht ständig feucht sind, da sich diese dadurch verformen und wieder eine Angriffsfläche für Bakterien bieten.

Vor- und Nachteile des richtigen Zähneputzens

  • gesundes Zahnfleisch
  • weniger Zahnfleischbluten
  • strahlende Zähne
  • erfordert etwas Übung

Tauschen Sie die Zahnbürste rechtzeitig aus

Alle Tipps beachtet? Perfekt! Dann gilt es nur noch, rechtzeitig auf eine neue Zahnbürste zu wechseln, wenn der alte Bürstenkopf langsam ausgedient hat.

Erfahrungsgemäß ist dies nach etwa drei bis vier Monaten der Fall. Schauen Sie jedoch nicht nur darauf, wie lange der letzte Tausch her ist. Sieht der Bürstenkopf bereits vor dem Ablauf dieser Zeitspanne sehr verbraucht aus, dann ist ein frühzeitiger Wechsel sinnvoll.

Ein Anzeichen für einen nötigen Wechsel könnte es beispielsweise sein, wenn sich die Borsten in Form oder auch Farbe verändern.

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